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Das Phänomen Plasma - Natur und Nutzen

Die materielle Welt umgibt uns gewöhnlich in drei klassischen Aggregatzuständen: fest, flüssig und gasförmig. Neben diesen drei Aggregatzuständen gibt es weitere. So bezeichnet man einen gasförmigen Zustand, in dem freie Elektronen und ionisierte Atome vorkommen, als Plasma. Diesen Begriff hat Irving Langmuir, Chemie-Nobelpreisträger von 1932, im Jahre 1928 geprägt. In diesem Aggregatzustand besitzt die Materie weitere physikalische Eigenschaften, die sich praktisch nutzen lassen.

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Auch wenn man heute zumeist die Sonne, Blitze oder neuerdings den Plasmafernseher als prominente Beispiele für das Plasma kennt, so ist die Verbreitung und Anwendung von Plasmen viel weiter. Jeder von uns berührt oder kommt in Kontakt mit Technologien, die durch Plasma ermöglicht wurden, jeden Tag. Beleuchtung und großflächige Bildschirme, Produkte der Mikroelektronik, Verspiegelungen und kratzfeste Schichten, Schweißen und elektrische Schaltgeräte, Solarzellen, Desinfektion von Verpackungen und medizinischen Geräten bis hin zu biokompatiblen Implantaten des Menschen, all das nutzt Niedertemperaturplasmen direkt oder ist mit diesen Plasmen hergestellt. In vielen Fällen würde es sie ohne Plasma nicht geben. 

Niedertemperaturplasma ist kostengünstig und leicht zu handhaben. Damit besitzt es das Potenzial, weitere Bereiche, etwa in der Medizin - in ähnlicher Weise zu erobern, wie es einst dem Laser gelang. Das INP bestimmt das Tempo dieser Entwicklung maßgeblich mit. Dabei stehen aktuell Plasmen für Materialien und Energie sowie Umwelt und Gesundheit  im Fokus der Forschung.

Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann
Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor, Forschungsbereichsleiter Umwelt und Gesundheit

Tel.: +49 3834 - 554 314
Fax: +49 3834 - 554 301

weltmanninp-greifswaldde
www.leibniz-inp.de

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