Zum Inhalt springen

Innovation für die Wundmedizin beim Inspired-Ideen Wettbewerb

KIWound_1_bearbeitet.JPG
Bild: Universität Rostock/ZfE

Das Team KI Wound präsentiert mit dem Projekt "Automatisierte Bestimmung des Wundvolumens mittels Machine Learning und Sensorik" beim Inspired-Ideen Wettbewerb des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine Innovation für die Vermessung für Wunden. Für diese Idee wurde das Team von Prof. Steffen Emmert von der Unimedizin Rostock, Dr. Kai Masur, Dr. Torsten Gerling und Ihda Chaerony Siffa vom INP sowie Christian Eschenburg von Otaktiv mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Zuvor hatte KI Wound bereits beim Ideen-Wettbewerb der Uni Rostock den dritten Platz abgeräumt und sich damit für den landesweiten Entscheid qualifiziert. Mit Erfolg!

Mit seiner Idee liefert das Team eine technische Lösung für die automatische und intelligente Dokumentation von Wunden. So ist dann die Wunddokumentation mit einem Mobiltelefon, das mit einem zusätzlichen Laseraufsatz ausgestattet wird, möglich. Die Software arbeitet mit dem sogenannten Maschine Learning. Das heißt, es generiert Wissen auf Grundlage von bestehenden Daten.

Ein Durchbruch in der Wundvermessung. Denn einheitliche Verfahren für das Vermessen von Wunden gibt es bisher nicht. Die Größe einer Wunde wird bislang durch Auflegen eines Maßstreifens oder einer Folie, auf der die Umrisse nachgezeichnet werden, ermittelt. Dieses Vorgehen birgt jedoch Potential für Messungenauigkeiten. Zudem ist letzteres teilweise invasiv und stellt zudem ein Risiko für Infektionen dar. Zwar existieren auch Verfahren, bei denen Kameras eingesetzt werden. Diese sind aber immer mit einem hohen technischen Aufwand verbunden. Das Volumen einer Wunde wird oftmals gar nicht berücksichtigt.

Die Idee von KI Wound minimiert den technischen Aufwand und unterstützt so die Pflegerinnen und Pfleger bei der Dokumentation durch ein schnelles genaues und zuverlässiges Verfahren. Dieses Verfahren soll dann sowohl in Kliniken, aber vor allem auch in der ambulanten Pflege Verwendung finden, wo ohne großen Aufwand ein gemeinsamer Standard zur Wundvermessung etabliert werden kann. Zusätzlich wird die Wunde dann nicht mehr wie bisher nur oberflächlich, sondern auch in der Tiefe vermessen. So erklärt das Team von KI Wound: „Es ist wichtig zu sehen, dass sich neues Gewebe entwickelt – auch, wenn sich der Wundenrand optisch vielleicht nicht verändert. Denn die Heilung der Wunde kommt auch von unten.“

Die Software funktioniert bereits und ist jetzt dabei zu „lernen“. Das heißt entsprechende Daten über Wunden werden in das Programm eingespeist. Auf deren Grundlage ist das Programm dann in der Lage, die neuen Wunden mit stets verbesserter Genauigkeit zu vermessen. Für diesen Schritt war zunächst das Einverständnis von einem Ethik-Rat notwendig. Die Erlaubnis wurde erteilt und das Team von KI Wound kann seine Innovation weiter voranbringen. Die Arbeiten an einem ersten Prototyp laufen bereits auf Hochtouren.

 

 

 

Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Charlotte Giese
Kommunikation, Öffentlichskeitsarbeit

Tel.: +49 3834 - 554 3897
Mobil:  +49 162 655 0487
Fax: +49 3834 - 554 301

charlotte.giese@inp-greifswald.de
www.leibniz-inp.de

Charlotte_Giese_sw_klein.jpg
giese.jpg