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„Macher30 – der Ehrenpreis des Ostens“ für Professor Klaus-Dieter Weltmann

Greifswald, 30.09.2020. Prof. Klaus Dieter Weltmann wurde am 29.09 mit dem Preis „Macher30 – der Ehrenpreis des Ostens“ ausgezeichnet.

Ehrenvolle Auszeichnung für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden und wissenschaftlichen Direktor beim Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) Professor Klaus-Dieter Weltmann: Dem renommierten Physiker wurde am 29. September 2020 der Preis „Macher30 – der Ehrenpreis des Ostens“ in der Kategorie Wissenschaft verliehen. Das INP gehört zu den weltweit führenden Forschungsinstituten im Bereich physikalischer Plasmen sowohl für Forschung, als auch für technische Anwendungen.

Macher30 ist eine Initiative des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), des Ostdeutschen Bankenverbandes (OstBV), von Egon Zehnder International (EZI) und der European School of Management and Technology (ESMT Berlin). Unternehmen oder Projekte, die von den „Machern“ geleitet werden, sollen ihren Ursprung in den neuen Bundesländern haben, aber überregional wirken. Die elfköpfige Jury würdigt mit ihrer Auszeichnung das Engagement Klaus-Dieter Weltmanns für den Standort Ost.

„Von der Idee zum Prototyp” lautet das INP-Leitbild, das von Prof. Weltmann initiiert und maßgeblich geprägt wurde. Der gebürtige Rüganer studierte in Greifswald, Brno in Tschechien und Morgantown in West Virginia. Er promovierte 1993 im Bereich angewandter Physik. 1995 ging er zur ABB Schweiz AG nach Zürich, wo er zuletzt im Bereich Hochspannungstechnik als Business Unit Manager R&D für Gasisolierte Schaltanlagen weltweit den Konzern vertrat. Zeitgleich war Prof. Weltmann als Dozent an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Verwaltung Zürich tätig.

Mit dieser internationalen Expertise in Wissenschaft und Wirtschaft kehrte Prof. Weltmann 2003 nach Vorpommern zurück. „Das Angebot, die Leitung des INPs zu übernehmen, war eine neue, spannende Herausforderung und bot mir die Möglichkeit, wieder in der Heimat zu wirken. Am Leibniz Institut für Plasmaforschung und Technologie hatte ich die Chance, neue wissenschaftliche Impulse zu setzen und meine gesammelte Industrieerfahrung für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer einzusetzen“, so der Wissenschaftler.

Und das ist ihm durch die strategische Neuaufstellung des Institutes eindrucksvoll gelungen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Industrie zeigt sich beispielhaft in der Steigerung der eingeworbenen Industriemittel. Nach Weltmanns Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden haben sich die Einnahmen des Instituts aus der Auftragsforschung von 2003 bis 2005 nahezu verzehnfacht. In den Folgejahren wurden sie nochmals verdoppelt. „So etwas funktioniert nur mit großen Kraftanstrengungen des gesamten Teams und einem Changemanagement, das Mitarbeitende konsequent einbindet“, so die Quintessenz des Physikers.

Im Rahmen eines eigens entwickelten Spin-off-Konzepts - eine weitere Säule von Weltmanns Forschungstransfers – wurden in den vergangenen Jahren fünf erfolgreiche Ausgründungen initialisiert, die hochqualifizierten Fachkräften in einer eher strukturschwachen Region Arbeitsplätze bieten.

Ein weiterer Erfolg, der mit der Auszeichnung Klaus-Dieter Weltmanns gewürdigt wird, sind sein unermüdlicher Einsatz, der unerschütterliche Glaube an die Idee und der Kampf gegen diversen Widerstand von Skeptikern, die nicht an den nachhaltigen Erfolg beim Aufbau der plasmamedizinischen Forschung am INP glaubten. Auf diesem Gebiet liegt das Institut an der Weltspitze. Eine Tatsache, die im Jahr 2014 mit dem „Plasma Medine Award“ auch international gewürdigt wurde. In Kooperation mit der Universität Greifswald ist es außerdem gelungen, die weltweit erste Professur für Plasmamedizin zu initiieren und gemeinsam mit der Universität zu besetzen.

Durch erfolgreiche Kooperationen konnten seit dem Amtsantritt von Klaus-Dieter Weltmann zwei strategische Außenstellen am Universitätsstandort Rostock und am Klinikum Karlsburg gemeinsam mit den dortigen Partnern erfolgreich aufgebaut werden.

Über das INP Greifswald:
Am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), der größten außeruniversitären Forschungseinrichtung für Niedertemperaturplasmen in Europa, forschen rund 200 Mitarbeitende an plasmagestützten Verfahren und Technologien, die zur Beschichtung von Oberflächen, Dekontamination von Lebensmitteln, Reinigung von Abwasser und Abluft, aber auch in der Medizinbranche und der Elektrotechnik eingesetzt werden können. Das Institut betreibt anwendungsorientierte Grundlagenforschung und bietet seinen Wirtschaftspartnern, neben kundenspezifischen Lösungen, auch Serviceleistungen wie Machbarkeitsstudien und Beratungen an. Viele der am INP erarbeiteten Innovationen führten bereits zur Entwicklung marktfähiger Produkte und Dienstleistungen. Das INP fördert zudem aktiv die Aus- und Weiterbildung wissenschaftlicher und technischer Nachwuchskräfte im Bereich der Niedertemperaturplasmaphysik im Zusammenwirken mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Es ist als gemeinnütziger Verein organisiert und gehört seit seiner Gründung der Leibniz-Gemeinschaft (www.leibniz-gemeinschaft.de) an.

Für weitere Informationen:
Nadja Dahlhaus
Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 3834 554 313
dahlhausinp-greifswaldde
www.leibniz-inp.de

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Prof.- Dr. Klaus-Dieter Weltmann wurde der Ehrenpreis "Macher30 - Der Ehrenpreis des Ostens" in der Kategorie WIssenschaft verliehen.
 

Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Charlotte Giese
Kommunikation, Öffentlichskeitsarbeit

Tel.: +49 3834 - 554 3897
Mobil:  +49 162 655 0487
Fax: +49 3834 - 554 301

charlotte.giese@inp-greifswald.de
www.leibniz-inp.de

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