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Bacteria-CAM zum Nachweis von Krankheitserregern

16. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2021

Greifswald, 02.06.2021

In einem von der TBI (Technologie-Beratungs-Institut) geförderten Verbundprojekt mit der Diaspective Vision GmbH und wissenschaftlichen Partnern (Hochschule Wismar, Universitätsmedizin Greifswald) wurde die Idee, nicht-invasive Wundkeime mittels einer speziellen Kamera sichtbar zu machen, erfolgreich umgesetzt. Die von der Firma Diaspective Vision GmbH dafür entwickelte Hyperspektralkamera wurde auf einen Wellenlängenbereich erweitert. Es ermöglichte den Nachweis von Bakterien mittels Autofluoreszenz.

Im Sinne betroffener Wund-Patienten steht nun der Ausbau dieser innovativen optischen Diagnostik in weiteren Forschungsprojekten auf dem Programm. Hierzu werden im Rahmen klinischer Tests lokale Infektionsherde mit physiologischen Parametern wie der Sauerstoffsättigung korreliert und eine Messung der Keimbelastung beim Patienten durchgeführt.  Ziel der Wissenschaftler*innen ist, herauszufinden, ob eine Infektion oder natürliche Bakterienbesiedlung vorliegt. Das ist wichtig, um über die Notwendigkeit einer Antibiotika-Therapie zur Wundheilung zu entscheiden.

Darüberhinaus verfolgen die Forschenden die Vision, Infektionserreger direkt in der Wunde zu identifizieren, um in der Therapie auf Breitband-Antibiotika zur Minimierung von Resistenzentwicklungen langfristig verzichten zu können.

Im Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK) erfolgten im Vorfeld präklinische und klinische Anwendungen der hyperspektralen Diagnostik. Hierfür wurden sowohl in vitro-Versuche (im Labor) als auch in vivo in einer Studie mit Patienten mit diabetischem Fußsyndrom durchgeführt. Dabei wurde die qualitative Keimbelastung chronischer Wunden im Vergleich zur mikrobiellen Standarddiagnostik analysiert. Die Versuche zeigten, dass die Fluoreszenzspektroskopie in Verbindung mit einer Hyperspektralanalyse unterschiedlichen Bakterien sowohl in der Laborkultur (auf Agar und Fleisch) als auch in infizierten Wunden am Patienten erkennen sowie räumlich aufgelöst darstellen kann.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Kai Masur
Leiter der Forschungsgruppe Plasmawundheilung
Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK)
Tel.: + 49 3834 554 33 22
mailto: kai.masuruni-greifswaldde

Dr. Jana Kuhn
Wissenschaftlich-Klinische Geschäftsleitung
Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK)
Tel.: +49 38355 70 2151 
mailto: jana.kuhninp-greifswaldde

Presse:
Dr. Gesine Selig
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP)
Tel. +49 3834 554 3942
mailto: gesine.seliginp-greifswaldde

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Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Dr. Gesine Selig
Kommunikation, Öffentlichskeitsarbeit
Elternzeitvertretung für Charlotte Giese

Tel.: +49 3834 - 554 3942
Fax: +49 3834 - 554 301

gesine.seliginp-greifswaldde
www.leibniz-inp.de

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