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Forschungsdatenmanagement

In der Wissenschaftslandschaft werden zunehmend die Notwendigkeit und das Potenzial einer systematischen Archivierung und Veröffentlichung digitaler Forschungsdaten gesehen. Für eine effiziente interdisziplinäre Nachnutzung von Forschungsdaten und einen Abbau der Hemmschwelle zur Sekundärnutzung von Forschungsdaten Dritter, sind die Vernetzung und Qualitätssicherung der bereitgestellten Forschungsdaten wesentliche Faktoren. Eine Umsetzung dieser Kriterien stellt im Bereich der Plasmatechnologie eine besondere Herausforderung dar, da in diesem interdisziplinären Forschungsfeld eine Vielzahl von Forschungsmethoden eingesetzt wird, für die bisher kaum Standards zur Erhebung, Dokumentation und Ablage von Forschungsdaten existieren. Gleichzeitig ist die Plasmatechnologie sowohl in etablierten Technologiefeldern als auch in neuen Anwendungsbereichen mit großem gesellschaftlichem Potenzial, etwa im Bereich neuer Technologien für die Energiewende und in den Bereichen Medizin und Hygiene, vertreten. Damit ist die Etablierung von Prozessen und Standards zur Qualitätssicherung und Nachnutzung von Forschungsdaten hier von außerordentlicher Bedeutung.

Zur Veröffentlichung und Nachnutzung von Forschungsdaten wird vom INP die interdisziplinäre Plasmatechnologie-Datenplattform INPTDAT betrieben. Damit wird auf der einen Seite den Anforderungen der Verlage und Forschungsförderer hinsichtlich der Veröffentlichung von Forschungsdaten Rechnung getragen und auf der anderen Seite wird so im Sinne von Open Science eine größtmögliche Sichtbarkeit und Transparenz der Forschung am INP erreicht. Es wird angestrebt, INPTDAT weiter auszubauen und als zentrale Datenplattform und virtuelle Forschungsumgebung für die Plasmatechnologie zu etablieren.

Zusammen mit Experten im Bereich der Wissensmodellierung und Blockchain-Technologie werden im Rahmen des Projekts „Qualitätssicherung und Vernetzung von Forschungsdaten in der Plasmatechnologie – QPTDat“ Möglichkeiten erforscht und praktische Lösungen entwickelt, datengestützte Forschung im Bereich der Plasmatechnologie zu ermöglichen und dauerhaft zu unterstützen. Um einen auf Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit bedachten Umgang mit Forschungsdaten zu vereinfachen und im Arbeitsalltag zu integrieren, werden schrittweise Standards zur Ablage und Dokumentation von Forschungsdaten aus den vielfältigen Untersuchungsmethoden entwickelt. Diese Standards bilden die Grundlage für eine interdisziplinäre Vernetzung und semantische Verknüpfung von Daten und Metadaten mittels einer fachspezifischen Ontologie und eines darauf aufbauenden Wissensgraphen, der eine Verknüpfung mit externen Daten auf feingranularer Ebene gestattet. Auf dieser Grundlage werden schließlich Prozesse zur automatisierten Qualitätsprüfung von Forschungsdaten und zum Reputationsmonitoring auf Basis eines Blockchainprotokolls entwickelt und erprobt.

 

 

Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Dr. Markus Becker
Plasma-Modellierung

Tel.: +49(0) 3834 554 3821
Fax: +49(0) 3834 554 301

markus.beckerinp-greifswaldde
www.leibniz-inp.de

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