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Das im Folgenden beschriebene Vorhaben erhält finanzielle Unterstützung durch die europäische Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Entwicklung der Kombination von Kaltplasmageräten mit einer Hyperspektralkamera - „Bacteria-CAM“

Die von der Diaspective Vision GmbH entwickelte Spektroskopiekamera soll in Kombination mit verschiedenen molekularbiologischen Methoden gemeinsam weiterentwickelt werden, in dem das Spektrum der Kamera auf einen neuen Wellenlängenbereich erweitert werden soll, um damit bakterielle Biofilme bzw. Bakterien sichtbar zu machen. Durch die Detektion von bakteriellen Markern in den Wundflüssigkeiten und deren Korrelation mit den aufgenommenen Fluoreszenzspektren soll eine innovative und vor allem nicht-invasive Methode zur schnellen Wundbeurteilung entwickelt werden. Das KDK Teilprojekt wird neben der Bereitstellung und Betreuung einer spezifischen Patientenkohorte mit den Untersuchungen der Wundexsudate eine zentrale Rolle in der Aufklärung der bakteriellen Belastung in chronisch infizierten Wunden einnimmt. Die molekulare Analyse der löslichen Wundbestandteile als Reaktion auf eine Infektion (also der Nachweis bakterieller Bestandteile sowie humaner Signal- und Botenstoffe) läuft parallel zur zeitaufwändigen mikrobiellen Detailanalyse. Da diese löslichen Bestandteile durchaus auch spektroskopisch aktiv sein können, sind diese Untersuchungen aus zweierlei Hinsicht wichtig: Erstens zur frühzeitigen Analyse einer mikrobiellen Besiedlung, und zweitens als Hinweis bzw. Bestätigung der Anwesenheit von Molekülen, welche mithilfe der Hyperspektralanalyse detektiert werden sollen. Da sich mit den molekularbiologischen Methoden auch die Mengen abschätzen lassen können (semiquantitative ELISA), könnte somit auch die Detektionslimits der Hyperspektralkamera ausgelotet werden. Dies ist von besonderer Bedeutung, für deren späteren Einsatz, da es für den klinischen Alltag von hoher Bedeutung ist, sowohl die Art als auch die Menge der Mikroorganismen zu kennen und zu lokalisieren. Mit dieser an den jeweiligen Patienten angepassten Diagnostik (Bakteriendetektion) soll es später einmal möglich sein, Bakterien direkt in den Wunden sichtbar zu machen, diese gegebenenfalls sogar zu identifizieren und somit eine Zeit- und Kosteneffiziente Diagnose und damit ein schnelles Einleiten entsprechend auf die Bakterien angepasster Therapien zu entwickeln.


Wissenschaftlich-technische Leitung:

Dr. Kai Masur
Tel.: +49 3834 554 3322
kai.masurinp-greifswaldde

Kontakt

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald

Tel.: +49 3834 - 554 300
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