22.05.2014

Greifswalder Plasmaforscher in Japan ausgezeichnet

 

Prof. Klaus-Dieter Weltmann erhält durch Internationale Gesellschaft für Plasmamedizin höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der plasmamedizinischen Forschung

ZIK "plasmatis" Nachwuchsforscher Dr. Malte Hammer wird für Präsentation seiner wissenschaftlichen Arbeit mit dem "Early Career Presentation Award" geehrt

Mit dem Plasma Medicine Award wurde Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor des Greifswalder Leibniz-Institutes für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), in Japan geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der plasmamedizinischen Forschung, die durch die Internationale Gesellschaft für Plasmamedizin (ISPM) verliehen wird. Prof. Weltmann erhielt den Preis auf dem 5. Internationalen Kongress für Plasmamedizin (ICPM), der in der vergangenen Woche über 360 Wissenschaftler und Mediziner aus 30 Nationen in Nara (Japan) vereinte. Der amtierende Präsident der Internationalen Gesellschaft für Plasmamedizin, Jean-Michel Pouvesle aus Frankreich, fand anerkennende Worte für den Greifswalder Wissenschaftler. Weltmann habe mit großem persönlichem Engagement die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Plasmamedizin und den Wissenschaftstransfer in die Praxis befördert. Die Forschung am INP im Bereich Plasmamedizin hat innerhalb kürzester Zeit Weltspitze erreicht.

Im vergangenen Jahr hatte das Greifswalder Leibniz-Institut ein bedeutungsvolles Achtungszeichen gesetzt. Die Grundlagen- forschung des INP in Zusammenarbeit mit der Unimedizin Greifswald, der Charité Berlin und mehreren Industriepartnern hatte zur erfolgreichen Einführung des "kinpen MED" geführt - des weltweit ersten Plasmajets, der zur Anwendung am Patienten zugelassen ist. Das Plasma als ionisiertes, kaltes Gas, das Krankheitserreger abtöten und Zellheilungsprozesse stimulieren kann, hat seinen Siegeszug in Greifswald begonnen. Der "kinpen MED" wird in Kliniken und Praxen zur besseren Heilung von chronischen Wunden genutzt. Die höchste Auszeichnung der noch jungen internationalen Gesellschaft ISPM, die sich 2009 gegründet hatte, empfinde er als "sehr große Ehre", meinte Prof. Klaus-Dieter Weltmann. Aber vor allem auch als Anerkennung für die Arbeit der Mitarbeiter am INP. "Als wir uns vor acht Jahren entschlossen, die traditionell starken Gebiete Plasmaphysik und Medizin zusammenzubringen, stand das neue Gebiet Plasmamedizin ganz am Anfang. Mit dieser Ehrung hat es sich gezeigt, dass unsere Entscheidung richtig war", unterstrich Weltmann. Er fügte hinzu: "Heute wird Greifswald weltweit mit Plasmaforschung und Plasmamedizin verbunden". Durch die stetige Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Land und der Stadt ist das INP Greifswald zu einem international wettbewerbsfähigen Standort herangewachsen.

Besonders freue es ihn, dass unter den sechs an Nachwuchswissenschaftler vergebenen Auszeichnungen zwei weitere Preisträger aus Greifswald sind. Für die Präsentation ihrer wissenschaftlichen Arbeiten wurden in Japan geehrt: Dr. Malte U. Hammer (INP Greifswald / ZIK plasmatis) und Kim Rouven Liedtke, Doktorand an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie der Universitätsmedizin Greifswald.

 

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