Unter der Schirmherrschaft von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern, fanden am 25. und 26. Juni 2015 am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) die "Anwendertage Plasmaoberflächentechnologie" statt. Mit dieser Schlüsseltechnologie lassen sich Oberflächeneigenschaften gezielt verändern und neue Produkteigenschaften entwickeln.
Viele Produkte sind ständig unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Schmutz, Fette, Öle, Feuchtigkeit, Temperatur, Reibung, Bakterien, Chemikalien uvm. wirken dabei direkt auf die Oberflächen ein und beeinträchtigen im Laufe der Zeit deren Zuverlässigkeit. Durch die Veredelung von Oberflächen mit Plasma entsteht eine Vielzahl neuer Eigenschaften, die den verschiedenen Umwelteinflüssen besser Stand halten. Unternehmen unterschiedlichster Branchen nutzen diese Vorteile bereits und setzen Plasmaoberflächentechnologien erfolgreich ein.
Das INP Greifswald besitzt als Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie langjährige Erfahrung in der Entwicklung dieser plasma-gestützten Prozesse zur Veredelung von Produktoberflächen im High-Tec- und Life-Science- Bereich. Dies umfasst das Reinigen, Ätzen, Vernetzen, Aktivieren und Beschichten von Oberflächen für eine Vielzahl an Anwendungen. Dabei spielen u.a. Korrosions- und Verschleißschutz, kratzfeste Oberflächen, optische Schichten, hydrophile und hydrophobe Eigenschaften, antimikrobielle Oberflächen, zell-anziehende/zellabweisende Oberflächen sowie die Behandlung von Textilien und Kunststoffen eine große Rolle. Hierfür werden sowohl kommerziell erhältliche, industrietaugliche Plasmaquellen und -reaktoren eingesetzt als auch neuartige, problemangepasste Plasmaquellen entwickelt. Unser Kompetenzfeld umfasst die komplette Plasmaoberflächentechnologie inklusive Materialwissenschaft, Oberflächenanalytik und Plasmadiagnostik.