Schweißlichtbogenlabor

Im Mit­tel­punkt der an­wen­dungs­ori­en­tier­ten For­schungs­ak­ti­vitäten ste­hen Un­ter­su­chun­gen zur Pro­zess­si­cher­heit, Sta­bi­lität und Ef­fi­zi­enz beim Licht­bo­gen­schweißen. Der Fo­kus liegt in der zeit- und orts­auf­gelösten Ana­ly­se des Licht­bo­gens, sei­ner Ansätze an den Elek­tro­den, des Ma­te­ri­al­trans­fers und des Schmelz­ba­des. Die Plas­ma­dia­gnos­tik er­laubt die Mes­sung von Tem­pe­ra­tu­ren und Spe­zies­dich­ten im Licht­bo­gen und dar­aus die Be­stim­mung al­ler re­le­van­ten Plas­ma­ei­gen­schaf­ten. Hoch­ge­schwin­dig­keits­ana­ly­sen die­nen der Un­ter­su­chung der Struk­tur und Dy­na­mik von Licht­bo­gen und Ma­te­ri­al­trans­fer bis hin zu Zünd­pro­zes­sen. Zugäng­lich ist auch die Oberflächen­tem­pe­ra­tur von Schmel­ze, Trop­fen­de­pot und Trop­fen.

Für die Un­ter­su­chun­gen ste­hen spe­zi­ell aus­gerüste­te La­bo­re für die Dia­gnos­tik an pra­xis­nah nach­ge­bil­de­ten Schweißpro­zes­sen mit mo­der­ner Mess­geräteaus­stat­tung zur Verfügung, ins­be­son­de­re:

  • Ver­suchsstände mit fes­ter Bren­ner­hal­te­rung und fle­xi­bler Be­we­gung von Test­werkstücken un­ter dem Bren­ner zur op­ti­schen Ana­ly­se des Pro­zes­ses aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln, u.a. auch par­al­lel zur Werkstück­oberfläche bzw. Hal­te­rung von wei­te­ren Geräten (La­ser, Sen­so­ren etc.) zur Kon­trol­le oder Be­ein­flus­sung ein­sch­ließlich Gas­ver­sor­gung, Ab­sau­gung und Strah­lungs­schutz
  • Strom­quel­len ver­schie­de­ner Her­stel­ler (u.a. Fro­ni­us CMT ad­van­ced 4000R, EWM Pho­enix 521 pro­gress pul­se cold­arc) so­wie ei­ne frei pro­gram­mier­ba­re Quel­le (Top­Con Qua­dro)
  • Elek­tri­sche Mess­tech­nik und op­ti­sche Sen­so­rik (Pho­to­di­oden) zur Auf­nah­me von Zeit­rei­hen von Strom, Span­nung und Strah­lungs­si­gna­len in aus­gewähl­ten Spek­tral­be­rei­chen ein­sch­ließlich spe­zi­fi­scher Aus­wer­te­ver­fah­ren und spek­tral hoch­auflösen­de Mes­sun­gen von Spek­tren im Spek­tral­be­reich von 300 nm bis 900 nm bei ei­ner spek­tra­len Auflösung von ca. 0.05 nm
  • 0.5 bzw. 0.75 m Spek­tro­gra­phen mit in­ten­si­vier­ten CCD-Ka­me­ras (Ein­zel­bil­der mit Be­lich­tungs­zei­ten im Zeit­be­reich von ns bis ms) zur op­ti­schen Emis­si­ons­spek­tro­sko­pie, ins­be­son­de­re für zeit­lich, räum­lich und spek­tral hoch­auflösen­de Mes­sun­gen von Spek­tren im Spek­tral­be­reich von 300 nm bis 900 nm bei ei­ner spek­tra­len Auflösung von ca. 0.05 nm
  • Höchst­ge­schwin­dig­keits­ka­me­ra (4 un­abhängi­ge Bil­der in­ner­halb von z.B. 5 ns mit Be­lich­tungs­zei­ten ab 3 ns) so­wie Stre­ak­ka­me­ra (Zeit­auflösung 1 ns, ei­ne Orts­di­men­si­on) für die Be­ob­ach­tung von Zünd­vorgängen im ns-Be­reich
  • Ther­mo­gra­fie/Py­ro­me­trie zur berührungs­lo­sen Mes­sung von Tem­pe­ra­tu­ren von Oberflächen u.a. von Elek­tro­den
  • Rönt­gen­com­pu­ter­to­mo­gra­fie zur zerstörungs­frei­en Dia­gnos­tik von Elek­tro­den oder Werk­stoff­pro­ben

Die Dia­gnos­tik­ein­rich­tun­gen (Spek­tro­sko­pie, Hoch­ge­schwin­dig­keits­ka­me­ra und Ther­mo­gra­fie) sind auch mo­bil verfügbar und können für ex­ter­ne Mes­sun­gen ein­ge­setzt wer­den.

Kontakt 

Dr. Sergey Gortschakow
Leitung Plasmastrahlungstechnik

Tel.: +49 3834 - 554 3820

sergey.gortschakow@inp-greifswald.de

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