Abluftreinigung und Raumlufthygiene
Plasmaverfahren sind generell sehr erfolgreich im Abbau schädlicher Keime, aber vor allem auch von Schadstoffen oder zumindest unerwünschten chemischen Verbindungen in Luft und Abgasen. Dabei kann es sich um flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOCs) und Gerüche, aber auch um unerwünschte Emissionen wie Kohlendioxid handeln.
Durch die COVID-Pandemie wieder verstärkt in den Fokus gerückt ist außerdem die Beseitigung von durch die Luft übertragener Keime. Die Einsatzmöglichkeiten für die Plasmatechnologie sind ebenso vielfältig wie die verschiedenen Anwendungsfelder, und entsprechende Lösungen können gezielt entwickelt werden.
Dabei kann es sich um die Beseitigung von Mikroorganismen und Reifegasen in der Lagerhaltung von Obst und Gemüse handeln oder um die Raumluftreinigung zur Vermeidung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten in Bürogebäuden, Krankenhäusern oder auch Kreuzfahrtschiffen.
Der Schadstoffabbau, z. B. von Stickoxiden und Schwefelverbindungen in Abgasströmen aus Industrieanlagen oder Verbrennungsmotoren, bietet ebenfalls Möglichkeiten für den Einsatz von Plasmen. Gerade für die Konversion von Kohlendioxid haben Plasmaverfahren ein ausdrückliches und einzigartiges Potenzial für die Steuerung der dabei auftretenden chemischen Prozesse.
Aus diesem Grund arbeitet der Forschungsschwerpunkt „Landwirtschaft, Bioökonomie und Umwelt“ zum Verständnis und zur Entwicklung im Bereich Ab- und Raumluft auch eng mit dem Forschungsschwerpunkt „Plasmachemische Prozesse“ zusammen.