BioAdvan

Steigerung der Wertschöpfung in der Biomasse-Bearbeitung durch fortschrittliche Verfahren

Laufzeit vom 01.03.2023 – 28.02.2026, gefördert durch das Programm Kooperative Exzellenz der Leibniz-Gemeinschaft unter dem Förderkennzeichen (FKZ) K494/2022.

Biologische Ressourcen, die nachhaltig genutzt und wiederverwendet werden können, sind insbesondere in Zeiten knapper Rohstoffe und mit Blick auf den Klimawandel verstärkt in den Fokus gerückt. Das kooperative Vorhaben vereint dafür die Expertise des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Plasmatechnologien mit der des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) zur Verarbeitung von Biomassen sowie die Kompetenz des Instituts für Wasserwirtschaft der Universität Rostock (UoR) in der Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und Abwasser.

Ziel des Projekts ist es, die Wertschöpfung aus organischen (Rest-)Stoffen durch neuartige und fortschrittliche Technologien zu steigern, um das ökologische und ökonomische Potenzial biogener Ressourcen besser auszuschöpfen. Das unmittelbare Interesse richtet sich darauf, die Ausbeuten in Biogasanlagen – auch im Hinblick auf deren Rolle als Alternative zu Erdgas – zu erhöhen und gleichzeitig Biomassen, die sich bisher nur eingeschränkt eignen, besser für die Nutzung aufzubereiten.

Darüber hinaus sollen auch verbleibende Reststoffe einer sinnvollen Weiterverwendung zugeführt oder als Ressource zur Wertstoffrückgewinnung genutzt werden. Dabei wird der gesamte Biomassekreislauf betrachtet, einschließlich Anbau, Tierhaltung, Reststoffmanagement und der Veredelung von Gärresten zu Düngemitteln. Im Fokus steht die gezielte Schließung bestehender Lücken für eine umfassende zirkuläre Bioökonomie.

Das so erzielte detaillierte Verständnis soll letztlich genutzt werden, um Prozesse hinsichtlich Biomasseabbaubarkeit, Abbau oder Anreicherung von Stickstoff im Gärrest (zur Anpassung der Nährstoffverfügbarkeit), Risikominderung (etwa durch Verringerung des Antibiotikaresistenztransfers), Steigerung der Energieerträge sowie einer effizienten Nährstoffrückgewinnung, beispielsweise von Phosphor, zu verbessern.

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Kolb
Forschungsschwerpunktleiter
Landwirtschaft, Bioökonomie, Umwelt

Tel.: +49 3834 - 554 3950

juergen.kolb@inp-greifswald.de

Partner & Förderer
des INP