Biomasseaufschluss und -verwertung
Zentrale Aufgabe für die Bioökonomie sind die stoffliche und energetische Nutzung von verschiedenen Biomassen. Je nach Anforderung und Aufgabenstellung sind Aufbereitungstechnologien notwendig, die hinsichtlich Leistungseintrag, thermischer und mechanischer Belastung sowie chemischer Umsetzung sehr unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden müssen. Plasmaquellen können in ihrer Vielfalt in weiten Bereichen diesen Ansprüchen gerecht werden.
Für die Aufbereitung von Wirtschaftsdünger, wie Fermentationsreste aus Biogasanlagen zur nochmaligen Vergärung, wurde ein Verfahren entwickelt, das eine Kombination von Plasma- und Ultraschallquelle darstellt. Die organische Fracht der Gärreste kann durch die Behandlung mittels Plasma und Ultraschall aufgeschlossen und weiter zur Methanproduktion eingesetzt werden. Das neu entwickelte, innovative Verfahren trägt auch maßgeblich zur Vermeidung von schädlichen Emissionen bei, da Ammoniak- und Methanfreisetzungen deutlich verringert werden können.
Darüber hinaus bieten die im Forschungsschwerpunkt entwickelten Plasmaquellen auch Potenzial für die stoffliche Verwertung von Substraten wie Cellulose, Lignin oder Klärschlamm, z. B. für die Erzeugung von Glucose sowie das Recycling von Phosphor.