Lebensmittelverarbeitung
Neben der neueren Anwendung von Plasmaverfahren im Vorerntebereich, d. h. im Nutzpflanzenanbau, sind die Verwendung von plasmabehandelter Luft und plasmabehandeltem Wasser gerade im Nacherntebereich, d. h. der Verarbeitung von Lebensmitteln, inzwischen eine gewerblich aufmerksam verfolgte Technologie. Unmittelbare Ziele sind, Lebensmittelverluste zu reduzieren und die Sicherheit von Lebensmitteln zu steigern.
Dabei wird vorrangig untersucht, wie sich Plasmaprozesse vorteilhaft in bestehende Verarbeitungsabläufe integrieren lassen. Beispiele hierfür sind ein Tauchverfahren zur Vermeidung von Lagerverlusten in „controlled atmosphere“ (CA)-Lagern der Obstvermarktung oder Waschprozesse in der „fresh-cut“-Produktion.
Weitere Aktivitäten sind die Entwicklung von „cleaning in place“ bzw. „sterilization in place“ (CIP/SIP)-Verfahren im Verpackungsbereich. Dabei wird ebenfalls die Idee verfolgt, mittels Plasma effizient antimikrobiell wirksame Spezies – insbesondere Radikale und Metastabile – zu generieren. Diese werden innerhalb verfahrenstypischer Zeiten abgebaut, sodass mögliche Auswirkungen auf das Produkt minimiert und eine Gefährdung des Konsumenten ausgeschlossen werden können.
Um die Forschungsaktivitäten hinsichtlich der Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von plasmabasierten Systemen zur effizienten, schonenden Dekontamination von Lebensmitteln, Produktionsmitteln und deren Verpackungen voranzutreiben, engagiert sich das INP als aktiver Partner in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten.