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Lignozellulose-Biorafinierung durch Plasma-Ultraschall-Behandlung
Laufzeit vom 1.1.2025 – 31.12.2027, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) durch das Programm „Bioökonomie International“ unter dem Förderkennzeichen (FKZ) 031B1585.
Das Ziel ist, den Wert von organischen Materialien als Rohstoff durch neuartige und fortschrittliche Technologien zu steigern, um das ökologische und wirtschaftliche Potenzial biogener Ressourcen und insbesondere pflanzlicher Rückstände besser zu nutzen.
Insbesondere soll eine neue Methode zur Gewinnung von Zellulose aus Lignozellulose (LC), z. B. für Fasern oder mikrokristalline Zellulose (MCC), entwickelt werden. Dafür muss das faserige Pflanzenmaterial effizienter zerlegt werden, als es derzeit möglich ist, und auch bisher unbrauchbares Material soll durch den neuartigen Ansatz nutzbar werden.
Dazu werden eine Ultraschall- und eine Plasmabehandlung kombiniert und beide miteinander überlagert. Die individuellen Eigenschaften beider Methoden können durch Anpassung der unterschiedlichen Betriebsparameter für Ultraschall- und Plasmaquelle aufeinander abgestimmt werden. Diese Möglichkeit wurde bereits demonstriert, beispielsweise zur effizienteren Zersetzung von Biomasse für die Biogasproduktion.
Die Technologie wird schließlich in einen Produktionsprozess integriert, der von der Universiti Teknologi Malaysia (UTM) als Partner für die Gewinnung von MCC aus roher Biomasse bereits etabliert wurde. Ziel der Einführung der neuen Methode ist es, die serielle physikalisch-chemische Behandlungskette zu verkürzen und dadurch eine effizientere Verarbeitung als bei herkömmlichen Verfahren zu erreichen.
Gefördert durch: