Oberflächendesinfektion und -dekontamination

Die zur Desinfektion und Dekontamination entwickelten Methoden eignen sich nicht nur für den Einsatz in Landwirtschaft, Bioökonomie oder im Umweltbereich. Darüber hinaus sind sie gerade auch für den medizinischen Bereich, den Pflegebereich und den vorbeugenden Gesundheitsschutz von Interesse.

Plasmaverfahren können erfolgreich für die Aufbereitung und sogar Sterilisation von Artikeln eingesetzt werden, die anderen Verfahren – z. B. dem Autoklavieren – nicht zugänglich sind. Dazu gehören neben traditionellen Einwegartikeln auch Endoskope sowie die Aufbereitung persönlicher Schutzausrüstung, wie Atemmasken oder Textilien.

Bewusst ausgenutzte und optimierte Prozesse haben gegen bestimmte problematische Keime auf Oberflächen, z. B. Cryptosporidium, deutlich bessere, schnellere und umfassendere Ergebnisse erzielt als Desinfektionsmittel. Im öffentlichen Raum kann einer Verbreitung von Infektionen über Berührungsoberflächen, z. B. Handläufe und Haltestangen, wirksam vorgebeugt werden.

Plasmen werden zudem für die Grundreinigung von Patientenzimmern oder Krankenwägen eingesetzt, um nosokomialen Infektionen zu begegnen. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber gängigen Desinfektionsverfahren und -mitteln ist die rückstandsfreie Behandlung. Zudem sind gegenüber den ausgenutzten physikalisch-chemischen Mechanismen keine Resistenzen bekannt oder zu erwarten.

Daher sind Plasmaverfahren auch ausgesprochen vielversprechend zum Abbau multiresistenter Mikroorganismen und Viren.

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