PlaDeCan

Entwicklung eines vorgewerblichen plasmabasierten Prototypens und einer individualisierten Prozessführung zur nachhaltigen mikrobiologischen Dekontamination von Cannabisblüten

Laufzeit vom 1.1.2025 – 31.12.2026, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unter dem Förderkennzeichen (FKZ) KK5069503AP4.

Ziel ist die Entwicklung eines nicht-thermischen Plasmaverfahrens zur schonenden Dekontamination von Cannabisblüten für medizinische Anwendungen. Häufig sind Cannabisblüten nach der Ernte mit möglicherweise gefährlichen Mikroorganismen, wie z. B. Schimmel, belastet, wodurch die Blüten ungeeignet für Verbrauch und Verkauf sind.

Allerdings müssen Herstellung und Vertrieb von Cannabisblüten speziell für den medizinischen Gebrauch einwandfreie Produkte gewährleisten. Im Zuge der Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 in Deutschland und des generell zu erwartenden Umsatzzuwachses im medizinischen Bereich muss daher die Produktqualität der Ernten verbessert werden.

Bereits verfügbare Methoden zur Einhaltung von Hygienestandards erreichen zwar meist die vorgegebenen Grenz- und Richtwerte zur Produktsicherheit, beeinträchtigen jedoch häufig die Produktqualität – teils erheblich. Eine Dekontamination mit plasma­prozessierter Luft (PPL) bietet hier eine innovative und kostengünstige Lösung. Methode und Prozess sollen dazu in einen vorgewerblichen Prototypen überführt werden.

Zusammen mit der HerbaMedica GmbH als Projektpartner wird das neue Verfahren mit gegenwärtigen Industriestandards zur Hygienisierung verglichen und hinsichtlich Keimreduktion sowie Einfluss auf Inhaltsstoffe (Cannabinoid- und Terpengehalt) bewertet.

Partner & Förderer
des INP