SafeCutter

Sicherer und massenmarkttauglicher Lasercutter für die Desktopanwendung

Laufzeit vom 01.02.2020 - 31.01.2023, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen (FKZ) 13N15206.

Das Laserschneiden ermöglicht ein schnelles, präzises Zuschneiden oder Gravieren zahlreicher Werkstoffe und ist ideal für individuelle Fertigungen mit kleiner Stückzahl. Kostengünstigere und verfügbare Hardwarekomponenten haben den Lasercuttern - ähnlich wie den 3D-Druckern - dann in den vergangenen Jahren von der Industrie in den Massenmarkt verholfen, wo sie insbesondere von technikaffinen Privatpersonen ("Makern"), aber auch von anderen Berufsgruppen (z.B. Modellbau in der Architektur) als Desktopgerät genutzt werden. Die Anwendung durch Laien macht allerdings verbesserte Sicherheitsvorkehrungen notwendig - so muss der Nutzer nicht nur vor der Laserstrahlung, sondern auch vor den entstehenden toxischen Gasen und lungengängigen Partikeln geschützt werden. Die nach dem derzeitigem Stand der Technik eingesetzten Filter halten aber nicht alle Gase vollständig zurück und müssen häufiger gewechselt werden. Zudem können speziell Kunststoffe teilweise korrosive Gase erzeugen, welche dem Lasercutter selbst schaden. Es obliegt derzeit also hauptsächlich dem Nutzer für seine Sicherheit und die des Gerätes zu sorgen.

In dem Projekt "SafeCutter" werden zusammen mit einem Hersteller von Desktop Lasercuttern (Mr Beam Lasers GmbH) mehrere neuartige Sicherheitskomponenten untersucht und entwickelt, welche diese technologische Lücke schließen: eine laserbasierte Materialidentifikation zur Erkennung potentiell gefährlicher Materialien, ein plasmakatalytisches Verfahren zum Abbau und Filtern bisher schlecht rückhaltbarer Schadstoffe und eine darin implementierte elektrostatische Abscheidung von Partikeln. Das INP greift hier auch auf langjähriges Knowhow im Bereich des plasmabasierten Schadstoffabbaus und ein eigenes Patent zurück. Die besondere Herausforderung stellt die technische Umsetzung der Sicherheitsfeatures mit möglichst kostengünstiger Hardware dar. Im Ergebnis soll eine massenmarkttaugliches System entstehen, welches einen sicheren und gleichzeitig benutzerfreundlichen Betrieb von Desktop Lasercuttern in Innenräumen ermöglicht.

Projektvideo: bit.ly/3LpaSTN

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Kolb
Forschungsschwerpunktleiter
Landwirtschaft, Bioökonomie, Umwelt

Tel.: +49 3834 - 554 3950

juergen.kolb@inp-greifswald.de

Partner & Förderer
des INP