WIR! - Physics for Food

Physics for Seed Treatment – Bestimmung der Effizienz von Plasmabehandlungen zur Inaktivierung von Phytopathogenen und zur Stressadaptation während der Keimung

Laufzeit vom 01.01.2023 – 31.12.2024, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen (FKZ) 03WIR2812A.

Im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Wandel durch Innovationen in der Region“ hat das Vorhaben „Physics for Food“ die Aufgabe, mögliche Alternativen zu chemischen Verfahren durch physikalische Methoden zu untersuchen und zu etablieren. In unterschiedlichen Leitprojekten werden dazu Ansätze zur Saatgutbehandlung, zur Förderung von Pflanzenwachstum und -gesundheit sowie zur Verarbeitung von Nutz- und Futterpflanzen erforscht.
Nähere Informationen zum Gesamtvorhaben und den einzelnen Leitprojekten sind unter https://physicsforfood.org/ zu finden.

Das Leitprojekt „Physics for Seed Treatment“ unter Leitung des INP baut auf den Erfahrungen aus der ersten Förderphase des Gesamtvorhabens „Physics for Food“ auf und führt diese fort. Weitere Partner sind das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die NPZ Innovation GmbH sowie die Saatzucht Bauer GmbH & Co. KG.

Ziel ist die Ertrags- und Qualitätssicherung im Anbau von Nutzpflanzen bei gleichzeitiger Schonung von Ressourcen und Umwelt durch den Einsatz physikalischer Technologien als Ersatz oder Ergänzung zu chemischen Mitteln, insbesondere Pflanzenschutzmitteln. Am INP werden dazu gezielt Plasmaverfahren untersucht.

Im Fokus stehen dabei:

  1. die indirekte Behandlung von Saatgut mit plasma­behandelter Luft zur Inaktivierung samenbürtiger schädlicher Mikroorganismen, speziell von Pilzbefall auf der Samenschale, und damit eine geringere Krankheitsausprägung;
  2. die direkte Plasmabehandlung von Saatgut, auch in Kombination mit pflanzenwachstumsstimulierenden Bakterien, um eine Keimbeschleunigung, verbesserten Feldaufgang und letztlich eine Ertragssteigerung zu erzielen.

Das Projekt trägt somit dazu bei, die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und deutschlandweit zu unterstützen, ackerbaulich genutzte Flächen rückstandsfreier zu bewirtschaften und den Produktionsstandort trotz bestehender Herausforderungen zu schützen und zu stärken.

Partner & Förderer
des INP