Wundheilung und Antiseptik

Zu den medizinischen Anwendungsgebieten kalter Atmosphärendruckplasmaquellen gehören neben der Desinfektion von Körperoberflächen und von lebendem Gewebe insbesondere die Beeinflussung der Wundheilung. Die Kaltplasma-Technologie ist seit 2013 für die Anwendung am und im Menschen zugelassen. Es wurde mittlerweile auch in klinischen Studien nachgewiesen, dass kaltes Atmosphärendruckplasma über eine antiseptische Wirkung hinaus die Regeneration von verletztem Gewebe direkt stimuliert und damit insbesondere den Heilungsprozess schlecht heilender, chronischer Wunden unterstützen kann. Die Einsatzgebiete für derartige Plasmageräte liegen insbesondere in der Dermatologie, der plastischen und ästhetischen Chirurgie sowie der Allgemein- und Unfallchirurgie. Seit Februar 2022 wird die „kurative Behandlung von chronischen und infizierten Wunden durch Applikation von physikalischem Kaltplasma“ in einer Leitlinie der AWMF-Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. empfohlen.

Link zur Leitlinie: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/007-107
Literatur: https://search.informit.org/doi/abs/10.3316/informit.T2024121700008200863049465, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2213231721002755

 

Kontakt

Prof. Dr. Sander Bekeschus
Forschungsschwerpunktleiter
Plasmamedizin

Tel.: +49 3834 554 3948

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