Zahnmedizin
Die potentiellen Einsatzmöglichkeiten von kaltem Atmosphärendruckplasma in der Zahnmedizin schließen Anwendungen direkt am Zahn, an Implantaten und Prothesen sowie an der Mundschleimhaut ein. Antibakterielle und antientzündliche Plasmaeffekte sollen bei der Behandlung der Periimplantitis, d.h. Entzündungen an Zahnimplantaten, sowie in der Wurzelkanalbehandlung genutzt werden.
Die Plasmaanwendung auf intraoralen Haut- und Schleimhautoberflächen zur Wundheilung oder zur Behandlung von Infektionen wird ebenfalls in Betracht gezogen. Die aus der Oberflächentechnologie bekannten Möglichkeiten zur Modifizierung und Optimierung von Materialoberflächen können sowohl auf Zahnoberflächen als auch auf metallischen und Kunststoffmaterialien beispielsweise über die Verbesserung der Benetzbarkeit zur Optimierung von Klebeprozessen oder zur Verbesserung der Haftung von Füllmaterialien eingesetzt werden bzw. das Anwachsen von Knochenzellen an Implantatoberflächen unterstützen.
Literatur: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/ppap.202400246, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0300571225005871