WIR! - Physics for Food
Physics for Environment – Validierung physikalischer Wasseraufbereitungsmethoden zum Abbau von Pflanschutzmitteln und Mikroorganismen in Prozess- und Abwasser landwirtschaftlicher Anbau- und Verarbeitungsverfahren
Laufzeit vom 01.03.2021 bis 31.03.2023, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen (FKZ) 03WIR2809A.
Der Einsatz von Agrarchemikalien (Herbizide, Pestizide) ist Voraussetzung für einen ertragreichen Anbau von Nutzpflanzen und damit für die umfassende Versorgung mit günstigen Lebensmitteln. Allerdings werden die damit verbundenen Belastungen für die Umwelt und mögliche Risiken für den Verbraucher zunehmend mit Sorge betrachtet.
Im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Wandel durch Innovationen in der Region“ hat das Vorhaben „Physics for Food“ die Aufgabe, mögliche Alternativen zu chemischen Verfahren durch physikalische Methoden zu untersuchen und zu etablieren. In unterschiedlichen Leitprojekten werden dazu Ansätze zur Saatgutbehandlung, zur Förderung von Pflanzenwachstum und -gesundheit sowie zur Verarbeitung von Nutz- und Futterpflanzen erforscht.
Nähere Informationen zum Gesamtvorhaben und den einzelnen Leitprojekten sind unter https://physicsforfood.org/ zu finden.
Das Leitprojekt „Physics for Environment“ greift die Ziele des Gesamtvorhabens, Grundlagen für eine rückstandsfreie und umweltschonende Landwirtschaft und Agrarproduktion zu schaffen, unmittelbar auf. Das für viele Arbeitsschritte und Produktionsprozesse benötigte Wasser soll dabei entweder nahezu rückstandsfrei in die Umwelt eingeleitet oder in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden können. Eine wirksame Entkeimung ist hierfür entscheidend, um eine erfolgreiche Wasserrückgewinnung zu ermöglichen.
Zusammen mit dem INP errichten die Harbauer GmbH (Berlin) und die Power Recycling Energyservice GmbH (Neubrandenburg) am Standort der Cosun Beet Company & Co. KG in Anklam eine Versuchsanlage, mit der verschiedene physikalische Wasseraufbereitungsmethoden validiert werden können.
Neben diesen geförderten Partnern beteiligen sich weitere Endanwender, darunter die ABiTEP GmbH (Berlin), die Braumanufaktur Ludwigslust und die WF Milch GmbH (Freyenstein). Sie gewähren Zugang zu ihren Produktionsanlagen und unterstützen aktiv Untersuchungen zu ihren spezifischen Anwendungsfeldern.
Aus den gewonnenen Erfahrungen sollen gezielt Technologien abgeleitet werden, die auf die Bedürfnisse landwirtschaftlicher Betriebe reagieren, beispielsweise zur Aufbereitung von Spritzmittelrückständen oder von Feldablaufwasser.
Kontakt
Prof. Dr. Jürgen Kolb
Forschungsschwerpunktleiter
Landwirtschaft, Bioökonomie, Umwelt
Tel.: +49 3834 - 554 3950